Ideen für einen schönen Familien-Sommer

Wir befinden uns mitten in den Sommermonaten und erleben selbst in Deutschland gerade einen Sommer, der diesen Namen auch verdient. Zeit, um diese Wochen und Monate ganz bewusst zu planen und zu geniessen. Vielleicht passt auch in euren Alltag die eine oder andere Idee hinein, um diese Wochen für alle Familienmitglieder mit schönen und bleibenden Erlebnissen zu füllen. Los gehts:

Plant gemeinsam eure Lieblingsaktivitäten

Setzt euch zusammen und schreibt auf, welche Aktivitäten ihr gemeinsam unternehmen wollt. Jedes Familienmitglied kann seine Ideen einbringen. Nicht alle werden umgesetzt werden können. Das muss auch nicht sein. Schon dieses Aufschreiben und Überlegen macht viel Spass! Plant für einige Ideen ganz konkret, wann und wo ihr sie umsetzen wollt. Einige Anregungen für Aktivitäten und einen Plan zum Ausfüllen findest du hier.

Dass jedes Familienmitglied seine Vorschläge mit einbringen kann bedeutet natürlich nicht, dass auch jede Idee zwangsläufig so zur Umsetzung kommen muss. Entsprechend hilft es, wenn dies von Anfang an so besprochen wird, damit keine überhöhte Erwartungshaltung entsteht. Jeder kann seine Ideen einbringen und ihr als Eltern müsst natürlich am Ende entscheiden, welche Aktivitäten auch realistisch und gut umsetzbar sind. 🙂

Fahrt in den Familien-Urlaub oder plant einen „Urlaub zuhause“:

Erkundet gemeinsam eine neue Umgebung. Verbringt bewusst Zeit als Familie, in der ihr ungestörte Gespräche führen könnt. Viele Fragen kommen ganz nebenbei auf und sind nicht immer planbar. Während ihr gemeinsam einen Ausflug macht und ohne andere Leute esst und zusammen seid, kommen die Fragen von ganz alleine. Urlaubszeit bedeutet bei uns auch immer “handyfreie Zeit”. So können wir im wahrsten Sinne des Wortes “abschalten” und ohne Ablenkungen auf die Familie konzentrieren. Die Erinnerungen an unsere Familienurlaube in meiner Kindheit (oftmals in Griechenland) habe ich noch heute ganz konkret vor Augen. Noch bis ins Studentenalter hinein sind mein Bruder und ich (bis wir jeweils geheiratet haben), jeden Sommer mit unseren Eltern in den Urlaub gefahren. Dieses “memory making” hat uns als Familie sehr zusammengeschweisst haben. So haben wir immer wieder neue Energie getankt, um uns dann zuhause wieder voller Freude und Motivation in die spannenden Aufgaben des Alltags hineinzuwerfen. 

Unsere Kinder erleben, dass sie das Wichtigste für uns sind und dass wir uns ganz gezielt und bewusst ungestörte Zeit für einander nehmen! Im Alltag gibt es immer wieder Momente, wo andere Aufgaben ebenfalls unsere Zeit und Kraft brauchen – das können auch unsere Kinder schon verstehen. Der Urlaub aber gehört der Familie und schafft die Basis dafür.

Ändert eure Routinen ab und frischt eure Familienrituale auf:

Sucht euch beispielsweise eine neue Lektüre für eure Gute-Nacht-Geschichte aus oder frühstückt morgens auf dem Balkon oder der Terrasse. Bei uns hat sich in einem der letzten Sommer beispielsweise ergeben, dass wir ab und zu gerne parallel zum Frühstücken ein Quiz gemacht haben. Ich stellte dabei spielerisch Fragen aus einem Katechismus für Kinder (über Jesus, die Schöpfung, Gott, das Alte und Neue Testament). Das hört sich erstmal trocken an, aber es machte ihnen viel Spaß, zusammen zu überlegen und diese Fragen zu beantworten. Es motivierte sie total, dass sie die Antworten gut verstehen konnten. Und war für sie spannend und erstaunlich zugleich, was sie schon alles wussten und auch, was man gemeinsam neu dazu lernt. So hatte man gleich gute Gesprächsthemen am Tisch.

Das ist nur eins von vielen Beispielen. Findet eure eigenen neuen und kreativen Ideen, um euren Alltag mit dem Evangelium zu füllen. Und geniesst es neu, dass ihr die Sommerzeit gemeinsam planen und verbringen könnt!

Deckt euch mit guten Büchern für den Urlaub oder für Familien-Lesestunden ein:

Für Mamas beispielsweise:

  • Andachtsbuch: Der Lohn einer Mutter (Elizabeth Walker Strachan), Ermutigung für die verschiedenen Bereiche des Mami-Alltags, aus der Ferne betrachtet lässt sich dieser oft entspannter überdenken.
  • für Frauen mit aktiven Männern im Dienst: Von Herzen eins mit einem geistlichen Leiter (Mary Somerville)
  • für die Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Perspektive und den Wert des Mama-seins: Muttertier (Birgit Kelle): eine säkulare Perspektive mit vielen spannenden Gedanken und Argumenten.
  • eine biblische Perspektive auf die Aufgaben und Freuden einer Mutter: Anziehungskraft – mehr als Mann sieht (Carolyn Mahaney): Auch wenn das Cover nicht sehr einladend ist, sehr lesenswert!!!

Für Kinder:

  • Lukas und das Känguru: Spannende Geschichten über Lukas, der mit Herausforderungen in der Schule, mit seinen Freunden und in der Nachbarschaft konfrontiert ist.
  • für die Familienandacht z.B.: Lotta und Luis und die Nacht im Zelt, viele eindrückliche Geschichten, die Gottes Handeln anhand von Alltagssituationen aufgreifen und eine Familie darstellen, die Gott lieb hat. (Im Mittelteil fährt die Familie ebenfalls in den Urlaub und erlebt dort viel schönes.)
  • auch für die gemeinsame Andacht mit noch eher kleineren Kindern: Lieber Gott, sei du mein Freund, kurze Alltagssituationen und ein Bibelvers bieten Anregung, um über den Glauben zu sprechen. Eventuell als kurze Ergänzung zu einem Bibeltext, den man gemeinsam liest.

Dies sind nur einige wenige Beispiele von Büchern. Dir fallen bestimmt auch noch viele weitere ein!

Nutze einfache und sommerliche Kochideen:

Das bringt Abwechslung und Leichtigkeit in euren Alltag und erspart dir Zeit, die du drinnen in der Küche verbringst. Macht ein sommerliches Picknick im Garten oder auf einer Wiese in der Nähe und geniesst bewusst die schöne Natur und gemeinsame Zeit. Erfrage das Lieblingsessen jedes Familienmitglieds und plane es ein (das motiviert auch deine Kinder, um beim Vorbereiten mitzuhelfen). Halte alles möglichst einfach. Z.B. mit diesen Sommerrezepten oder ähnlichen, die ihr gerne mögt:

Kartoffeln mit Fisch-Dip: als Dip kannst du einen aus dem Supermarkt auswählen (Bismarkhering, Garnelen, etc.), oder schnell einen Lachs-Quark anrühren: 1 Packung geräucherten Lachs (in kleine Stücke schneiden), 3 Becher Schmand, 1 x Frischkäse hinzufügen, mit Dill würzen (Tiefkühl, frisch oder als Gewürzpulver) und alles vermischen, schmeckt mit warmen und kalten Kartoffeln.

Tortelloni-Auflauf: Tortelloni aus dem Kühlregal mit Gemüse deiner Wahl (z.B. Tomaten, geschnittene Paprika, Brokkoli, Mais, oder was euch sonst schmeckt) in eine Auflaufform geben, mit Tomatensauce (+ je nach Geschmack 1 x Sahne) übergiessen (es braucht ausreichend Flüssigkeit) und mit Käse bestreut, mit Salz, Pfeffer und Kräutern gewürzt, für 15-20 Minuten in den Backofen geben.

Baguette mit Gemüsesticks (Gurke, Möhre, Tomaten) und Dips: Ayvar-Dip für die Erwachsenen: 1 Glas Ayvar, 1 Zwiebel kleingeschnitten, 1 Becher Schmand oder Frischkäse, 1 Becher Creme Fraiche, 1 Fetakäse kleingebröselt, mit Kräutern und ggf. mit Knoblauch würzen und alles vermischen.
Schmand-Dip für die Kinder: 1 Becher Schmand mit Salz und Pfeffer würzen

Sommerlicher Brokkoli-Salat mit Baguette (und ggf. Würstchen): vom Grill oder Wienerwürstchen warm oder kalt, für den Salat: 1 Brokkolikopf, 1 Dose Mais, 1 Paprika gewürfelt, ½ Zwiebel klein gewürfelt, 1 kleines Glas saure Gurken kleingeschnitten, 1 Becher Schmand, Mayonnaise nach Geschmack (3-4 Esslöffel oder mehr), Salz, Pfeffer, Kräuter.

Echte Erholung erleben – und was, wenn nicht?

Geht es darum, ein paar Wochen sorgenfrei zu leben? Das wird nicht möglich sein! Auch in den Sommermonaten dreht sich die Welt weiter. Es gibt Aufgaben in der Gemeinde, Menschen, die unsere Hilfe brauchen und unvorhergesehene Konflikte und Schwierigkeiten, denen wir uns stellen müssen. 

Jeder, der schon einmal mit Kindern in den Urlaub gefahren ist, weiss, dass man dies nicht mit einem ungestörten Urlaub alleine oder zu zweit vergleichen darf. Du kannst nicht zu jeder Zeit lesen oder dich ungestört auf der Liege entspannen, wie du es vielleicht noch aus der Zeit kennst, in der du noch keine Mama warst. Die Wanderung auf den Gipfel ist mit Babytrage und auch grösseren Kindern bei weitem nicht so unkompliziert und der Besuch der historischen Ausgrabungsstädte oder der Städtetrip als Familie bringt viele Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse mit sich, die alle unter einen Hut gebracht werden wollen. Auch im Urlaub zahnen Babys und Kleinkinder haben Trotzphasen und schlafen oftmals weniger und schlechter. Auch im Urlaub haben unterschiedliche Familienmitglieder unterschiedliche Vorlieben, wie der perfekte Urlaub aussieht. Es braucht also Rücksichtnahme und den Blick für den anderen. Auch im Urlaub bleiben wir nicht vor Krankheiten verschont. Ein Familienurlaub an sich kann nicht unser Glück garantieren. Wir nehmen uns selber und die Herausforderungen des Familienlebens dorthin mit. 

Auch im Urlaub ziehen wir unsere Freude und Zufriedenheit daraus, dass wir Kinder Gottes sein dürfen und unsere Beziehung zu IHM pflegen – dass wir unabhängig von weltlichen Freuden sind, weil wir ECHTE FREUDE in Christus haben! Und in diesem Wissen können wir dann Gottes wunderbare Gaben der Schöpfung, die Berge und das Meer, das leckere Essen und die spassigen Aktivitäten erst recht geniessen – als Geschenk unseres liebenden Vaters und in dem Wissen, dass ER unsere wahre Freude ist! Es ist eine Frage der Erwartungen: Wir haben keinen Anspruch auf vollkommen Erholung und sorgenfreie Zeit – noch nicht in diesem irdischen Leben. Gott kann uns Erholung schenken und wir dürfen ihn darum bitten. Er hat Gutes für uns im Sinn – und doch haben wir keinen Anspruch darauf. In diesem Bewusstsein kann ein schöner Familienurlaub ein Ausbrechen aus den Verpflichtungen des Alltags bedeuten. Eine Zeit, die unseren Zusammenhalt als Familie stärkt und neue Freude und Energie freisetzt.

Wir Mamas können diese Zeit gezielt und liebevoll vorbereiten, um auch im Sommer unsere Liebe und Kraft dafür einzusetzen, ein gemütliches, liebevolles Zuhause zu schaffen. Ein Zuhause, das Segen für deine Kinder und die Menschen in eurem Umfeld ausstrahlt…

J.R. Miller schreibt bereits im 19. Jahrhundert und diese Wahrheit ist heute noch genauso aktuell:
„Das Zuhause ist das wahre Königreich der Ehefrau […] Im Letzen hängt die Fröhlichkeit und Zufriedenheit im Zuhause von der Ehefrau ab. Ihre Ausstrahlung gibt dem Zuhause seine Atmosphäre. Ihre Hände kleiden seine Schönheit. Ihr Herz macht seine Liebe aus. Und das Ziel dessen ist so wertvoll, so nobel, so göttlich dass eine Frau, die dazu berufen wurde und diesem Ruf gefolgt ist, eine Ehefrau zu sein, keinen Preis zu hoch einschätzen sollte, um das Licht, die Freude, der Segen und die Inspiration ihres Zuhause zu sein. Die Frau, die ein liebliches, wunderschönes Zuhause gestaltet – gefüllt mit Liebe und Gebet und Reinheit – tut etwas Wertvolleres als alles andere, was ihre Hände unter diesem Himmel finden könnten. Eine treue Mutter ist eines der heiligsten Geheimnisse für das Glück eines Zuhause. Gott sendet in diese Welt viele wunderbare Dinge, viele grosszügige Geschenke. Aber kein Segen ist reicher als der, den er spendet, indem eine Mutter ihre Lektionen der Liebe gelernt hat und etwas von der Bedeutung ihrer heiligen Berufung erkannt hat.“

Sei du heute und in den nächsten Sommerwochen das Licht, die Freude, der Segen und die Inspiration für die Lieben in deinem Zuhause – eine göttliche Belohnung erwartet dich dafür!

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